Vorbesitz des Führerscheins

Sie sind bereits im besitz des Führerscheins und wurden durch einen Unfall oder durch Krankheit mobilitätseingeschränkt? Dann erfahren Sie hier was Sie dafür benötigen.

Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung besagt sinngemäß:

Wenn ein Fahrzeugführer in seinen Fähigkeiten in irgendeiner Weise eingeschränkt ist, so muss Vorsorge getroffen werden, dass er andere nicht gefährdet.

Das bedeutet wörtlich: ,,Die Pflicht zur Vorsorge obliegt dem Betroffenen selbst.“

Das Gesetz geht also von der Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen aus. Wir alle haben in der Ausbildung bei der Fahrschule gelernt:

“Jeder hat sich so zu verhalten, dass kein anderer mehr als nach den Umständen unvermeidbar gefährdet wird“.



Wenn ich also eine Behinderung erleide, so kann ich mich an eine Umrüstfirma wenden mit dem Auftrag, mein Fahrzeug so umzurüsten, dass ich auch unter den veränderten Umständen wieder sicher fahren kann(die Änderungen am Fahrzeug müssen dann zumeist von einem Sachverständigen abgenommen und im Fahrzeugbrief und-schein eingetragen werden.



Es gibt dennoch 2 Gründe warum eine Begutachtung mit anschließender Eintragung im Führerschein unbedingt zu empfehlen ist.

1.

Wenn ein behinderter Autofahrer in einen Unfall verwickelt wird, so muss er unter Umständen nachweisen, dass er das ümgerüstete Fahrzeug sicher und ohne Gefährdung anderer führen konnte. (Dies geschieht dabei unabhängig von der Frage der Schuld am Unfall).

Liegt dagegen ein Gutachten und damit ein Eintrag im Führerschein vor, so muss die Gegenseite beweisen, dass der Behinderte trotz der Umrüstung seines Fahrzeugs nicht sicher fahren konnte und daher das Gutachten fehlerhaft war. In diesem Fall wäre dies eine Umkehr der Beweislast.2.



2. 

Wie schon gesagt, bezuschusst ein möglicher Kostenträger die Fahrzeugumrüstung, die laut Eintrag im Führerschein erforderlich sind. Voraussetzung für den Eintrag ist das Gutachten.


Die Begutachtung wird angeordnet, wenn der Behörde die Behinderung bekannt wird (z.B. nach Polizeikontrollen oder durch einen Unfall).


Wenn Sie sich freiwillig einer Begutachtung unterziehen wollen, so wenden Sie sich zuerst an Ihren Facharzt, und dann mit diesem ärztlichen Gutachten an den Sachverständigen.
Anhand der Ausführung in Kapitel 1(,,Sie sind körperlich behindert und möchten den Führerschein erwerben“) können Sie selbst beurteilen, ob auch ein Medizinisch-Psychologisches Gutachten erforderlich ist.


Mit diesen Gutachten werden Sie sich an die für Sie zuständige Führerscheinstelle und Erhalten so den Eintrag in den Führerschein. Wurde die Begutachtung dagegen angeordnet, so läuft sie ab wie in Kapitel 1 beschrieben.



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